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<alles>
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			 	<name>TRANSROMANICA</name>
				<info>TRANSROMANICA 5'00''min
MOD:
TRANSROMANICA ist ein von der EU gefördertes Projekt an dem verschiedene Regionen aus Deutschland, Italien, Österreich, und Slowenien teilnehmen. Es dient dazu romanische Bauobjekte zu erhalten, und touristisch zu vermarkten. Die Romanik als Epoche eignet sich für die projektinterne Zusammenarbeit besonders weil, sie sich durch länderübergreifende Reisetätigkeit der Baumeister auszeichnet und so Bauwerke dieses Stils überall in Europa zu finden sind. Den Ausgangspunkt hat das Projekt mit der Straße der Romanik in Sachsen Anhalt. 
Galeotti:
Also in Sachsen Anhalt ist die Straße der Romanik ein sehr wichtiger Identifitätsfaktor und Wirtschaftsfaktor in den zehn Jahren geworden. Das heißt sehr viele Kirchen sind in ländlichen Gebieten gelegen und mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Straße der Romanik, richtig einen wirtschaftlichen Nutzen auch für die Region hat.
MOD:
Celia Galeotti ist Projektkoordinatorin und arbeitet beim dwif. Das TRANSROMANICA Projekt läuft von 2003 bis 2006. Inzwischen liegt die Summe der Förderung, bei 2 Millionen Euro, wovon ein Großteil Mittel der EFRE Förderung sind. Die Abkürzung  EFRE bedeutet  EUROPÄISCHE FOND für regionale Entwicklung. Interreg ist ein Teil dieses Fonds und finanziert die TRANSROMANICA. Partner des Projektes sind in erster Linie Verwaltungen, weil sie von Haus aus für die touristische Vermarktung zuständig sind. Beteiligt ist das Ministerium für Wirtschaft in Sachsen Anhalt, ebenso wie das Wirtschaftsministerium in Thüringen. Italien nimmt mit der Provinz von Modena teil, Kärnten ist durch die Landesregierung und die Universität von Klagenfurt vertreten. Partner in Slowenien ist das offizielle Tourismusoffice. Das Zentrum der Aktivitäten ist Magdeburg. Hier sitzt der Lead-Partner des Projektes, das Ministerium für Bau und Verkehr. Ansprechpartner Frank Thäger über die Ziele der TRANSROMANICA.
Thäger:
Wichtig ist im Grunde die Erhaltung des kulturellen Erbes insbesondere der Romanik Substanz, und die in diesen Partnerregieonen vorhanden ist und die sollen letztendlich wirklich zu Angeboten geschnürt werden, so dass die Touristen darüber in die einzelnen Regionen gelockt werden, sie müssen sich das so vorstellen, wir wollen natürlich nicht nur den europäischen Markt ansprechen, sondern wir wollen darüber hinnaus gucken. Das ist das Ziel dieses Projektes, also richtig Pakete schnüren, die man dann auch vermarkten kann.
MOD:
Die Straße der Romanik hat ein Alleinstellungsmerkmal für Sachsen Anhalt, und einen geschützen Name. Das Ziel von TRANSROMANICA ist nicht eine europäische Straße der Romanik zu etablieren, sondern die einzelnen Bausteine touristisch miteinander zu vernetzen. In jedem der Länder wurden fünf Romanische Highlights ausgewählt, die gemeinsam vermarktet werden sollen. Celia Galeotti, Projektkoordinatorin über den Stand der Dinge.
Celia Galeotti: 
Also wir sind ja jetzt in der Mitte der Laufzeit. Das Netzwerk ist bereits etabliert, wir haben 25 Bauwerke ausgewählt und die Vertreter dieser Objekte haben sich schon im letzten Jahr im Rahmen eines transnationalen Treffens in Klagenfurt getroffen und haben sich ja zum Thema Kulturtourismus, zum Thema Management von Bauwerken ausgetauscht. Insofern ist das ja schon ein sehr positives Ergebnis dieses Projektes, das heißt, das Leute aus Sachsen-Anhalt sich mit Leuten aus Kärnten und aus Modena austauschen konnten, wie sie die Besucher in ihren Bauwerken betreuen und wie sie auch ihr Bauwerk effizienter managen können.
MOD:
Hinzu kommen Trainingsprogramme und Produktworkshops, für die  Vertreter der Bauwerke: Hier sollen Ideen ausgetauscht, entwickelt und diskutiert werden. Im Blick steht dabei die TRANSROMANICA Fachmesse in Bologna im Oktober 2006. Auf dieser sollen die Ergebnisse der Workshops präsentiert werden. Ein weiterer Programmpunkt im Verlauf des Projektes ist der TRANSROMANICA-Kongress in Magdeburg, der Anstoß für eine gemeinsame Zusammenarbeit geben soll. 
Frank Thäger:
Also das Endziel ist, das wir eben mit dem Projekt nicht stehenbeleiben. Dafür ist der Kongress ja auch ein Aufhänger. Die Fördergebietskulisse läßt nicht zu, dass wir zum Beispiel Partner aus Westeuropa mit einbeziehen in dieses Projekt, aber der Kongress, der eröffnet die Möglichkeit Leute aus England aus Frankreich aus Spanien dabeizuhaben, und unser Wunsch und unser Ziel ist es, eben nicht nur diese Partnerschaft, die wir jetzt angestrebt haben zu verfestigen, sondern darüberhinaus für dieses Projekt neue Partner für dieses Projekt zu gewinnen. Unter anderem aus den eben aufgezählten Ländern aber auch aus Osteuropa, aus den neuen Ländern die 2004 beigetreten sind.</info>
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				<sound url="TRANSROMANICA.mp3" >TRANSROMANICA Radiobeitrag</sound>
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							<name>CADSES</name>
      				<info></info>
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										<name>Radiobeitrag</name>
            				<info>CADSES	2'32'min
Celia Galeotti:
Es ist ja, denke ich mal, auch im Rahmen der europäischen Erweiterung unabdingbar, das regionale Projekte auch schauen, was sich links und rechts in Europa tut und von dieser Partnerschaft können alle Regionen auch profitieren. Und es ist ja auch immer gut sich auszutauschen, auch wenn es um das gemeinsame Erbe und auch um das romaische Erbe geht.
MOD:
Um den Austausch zu ermöglichen, von dem Celia Galeotti, Koordinatorin des TRANSROMANICA Projektes, spricht ist in der EU ein neuer Raum generiert worden. Der CADSES Raum. Er umfasst die mittel- und südosteuropäischen Regionen sowie den Adria- und Donauraum. Die Abkürzung CADSES bedeutet ausgesprochen: Central Adriatic Danubian South Eastern European Space. Diese Aufteilung ermöglicht den südost-europäischen Ländern neue Verbindungen zu knüpfen und gemeinsam Projekte durchzuführen. Das Geld aus dem die Projekte finanziert werden, kommt aus den EFRE Fond, das heißt aus den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung. Die Gemeinschaftsinitiative heißt Interreg und gilt für die Zusammenarbeit zwischen den Regionen der Europäischen Union im Zeitraum von 2000 bis 2006. CADSES ist ein Interreg III B Programm und fördert die Transnationale Zusammenarbeit. Claudia Valle arbeitet als Information Officer für das CADSES Programm.
Claudia Valle:
CADSES ist praktisch auch der größte und komplexeste Kooperationsraum in Europa, weil der Raum 13 Staaten umfasst. Neun davon sind Mitgliedstaaten und die anderen sind Drittstaaten. Also Mitgliedsstaaten werden von EFRE Mitteln finanziert, Nicht-Mitgliedsstaaten werden aus anderen Instrumenten finanziert.
MOD:
Die Fördermittel von CADSES werden nach vier verschiedenen Prioritäten vergeben. Nur eine dieser Prioritäten nennt die Förderung und das Management von Landschaften und Kulturerbe. Finanziert werden auch Projekte zu Raumentwicklungsansätzen, Verkehrssystemen, zum Umweltschutz und zur Risikovorbeugung. In jedem der Läder gibt es einen CADSES Contact Point, der als Ansprechpartner vor Ort funktioniert.</info>
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										<sound url="CADSES_beitrag.mp3">Radiobeitrag CADSES</sound>  				
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										<name>Interview Bernd Diehl</name>
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            				<sound url="Bernd_Diehl-interview.mp3">Interview Dr.Bernd Diehl, CADSES Contact Point</sound>
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							<name>Interreg IIIb</name>
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										<name> intereg</name>
            				<info>INTERREG	2'57'' min 

MOD:
Der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung hat eine Gemeinschaftsinitiative gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen den Regionen der Europäischen Union zu fördern. Diese Initiative heißt Interreg. „Interreg“ ist ein Agrinom des Begriffes „Internationale Zusammenarbeit“ und hat sich mittlerweile als selbständiger Name etabliert. Die Vielfalt der geförderten Projekte ist groß. Peter Schulenkorf arbeitet für das Interreg Projekt IIIb im Joint Technical Sekretäriat in Dresden.
Peter Schulenkorf:
Was machen wir, wir fördern Ansätze, Raumentwicklumgsansätze, zum Beispiel im Bereich Hochwasserschutz, also in Bereichen, wo vielleicht eine Zusammenarbeit von Partnern notwendig ist. Es gibt als Beispiel vielleicht noch ein sehr schönes Projekt aus einem anderen Raum, nämlich aus dem Ostseeraum, nicht so weit von hier. Mecklenburg Vorpommern ist da großer Partner. Das ist die europäische Route der Backsteingotik, auch ein sehr interessantes Projekt, wo es auch um den Schutz, aber auch um die Nutzung und die Verwendung dieses kulturellen Erbes als Regionalentwicklungsinstrument geht. 
MOD:
Es gibt 13 verschiedene Interreg Programme. Insgesamt verfügen sie über einen EU-weiten Gesamthaushalt von 4,875 Milliarden Euro. Mit der Laufzeit vom 2000 bis 2006 geht Interreg mittlerweile in die dritte Runde und heißt deshalb Interreg III. Ziel dieser neuen Phase von Interreg ist die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union. Besondere Aufmerksamkeit gilt Regionen entlang der Grenzen und in äußerster Randlage.
Umgesetzt wird es über drei Ausrichtungen:
Sprecher1:
Ausrichtung A - grenzübergreifende Zusammenarbeit: 
Sprecher2:
Ausrichtung A betrifft die grenzübergreifende Zusammenarbeit, d. h. die Förderung integrierter Regionalentwicklung zwischen Grenzregionen. 
Sprecher1:
Ausrichtung B - transnationale Zusammenarbeit: 
Sprecher2:
Ausrichtung B soll zur harmonischen räumlichen Integration im gesamten Gemeinschaftsgebiet und einer besseren räumlichen Integration mit den Beitrittskandidaten beitragen. 
Sprecher1:
Ausrichtung C - interregionale Zusammenarbeit: 
Sprecher2:
Die interregionale Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Politiken und Instrumente für Regionalentwicklung durch einen umfangreichen Informations- und Erfahrungsaustausch, das heißt durch eine Vernetzung, effizienter zu gestalten.
MOD:
Ob die Förderstruktur nach dem Ablauf der dritten Phase 2006 noch bestehen bleibt, ist im Moment noch nicht entschieden. Peter Schulenkorf spricht sich eindeutig für die Weiterführung des Programmes aus.:
Peter Schulenkopf:
Ich glaube, wir machen einen ganz wichtigen Anteil. Denn dieses Programm ist gelebtes Europa, hier arbeiten Experten zusammen, ich seh mich da in so einem Zusammenhang mit Studienaustauschprogrammen, Schüleraustauschprogrammen. Wir machen dieses für Experten in andern Bereichen, ich denke hier, viele Menschen arbeiten zusammen, und ob es weiter geht, wir hoffen es. Es sieht auch sehr stark danach aus, ob es so weitergeht wie im Moment oder in einer anderen Form, das bleibt noch abzuwarten, aber ich denke schon, es wird weitergehen.
	</info>
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            				<sound url="interreg_3_b.mp3" >Radiobeitrag Interreg IIIb</sound>
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      			</sub>
						<sub>
								<name>TRANSROMANICA-Kongress</name>
        				<info>Der erste TRANSROMANICA-Kongress, vom 1 bis 3 September 2005 in Magdeburg (Deutschland), zu Kultur-Routen in Europa als eine neue und attraktive Form von Kulturtourismus. Schwerpunkte des Kongress werden sein: Marketing, Management, Besucher-Management, Bewahrung von Kulturerbe. Der TRANSROMANICA-Kongress stellt einen interdisziplinären Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und dem Management und Marketing Europas Kulturerbe und Kultur-Tourismus.


</info>
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  										<name>Podiumsdiskussion: Kulturerbe und Kulturtourismus, 01 Sept 2005</name>
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											<sound url="podiumsdiskussion.mp3">Podiumsdiskussion: Kulturerbe und Kulturtourismus, 01 Sept 2005</sound>
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  										<name>Kongress-Veranstalter</name>
              				<info></info>
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											<sound url="Celia_Galeotti_englisch.mp3">Koordinatorin des Projektes TRANSROMANICA Celia Galeotti (englisch: Fazit 2. Tag)</sound>
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  										<name>Kongress-Veranstalter</name>
              				<info></info>
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											<sound url="Celia_Galeotti_Fazit_1ter_Tag.mp3">Koordinatorin des Projektes TRANSROMANICA Celia Galeotti, (Fazit vom 1. Tag)</sound>
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  										<name>Kongress-Veranstalter</name>
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											<sound url="Dr_Manfred_Zeiner.mp3">Geschäftsführer dwif Dr. Manfred Zeiner</sound>
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  										<name>LEAD-Partner-TRANSROMANICA</name>
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											<sound url="Dr_Hans_Joachim_Gottschalk.mp3">LEAD-Partner Dr. Hans Joachim Gottschalk, Staatssekretär im Bau- und Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt</sound>
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  										<name>Kongress-Teilnehmer</name>
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											<sound url="Dr_Wolfgang_Isenberg.mp3" >Teilnehmer Dr. Wolfgang Isenberg, Leiter Thomas-Morus-Akademie Bensberg, D</sound>
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  										<name>Kongress-Teilnehmer</name>
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											<sound url="Dr_Hannelore_Pepke-Durix.mp3" >Teilnehmerin Dr. Hannelore Pepke-Durix, Centre d'Etudes des Patrimoines, F</sound>
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  										<name>Kongress Teilnehmer</name>
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											<sound url="interview_dtv01.mp3" >Teilnehmer Dirk Dunkelberg, Deutscher Tourismus Verband (DTV)</sound>
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  										<name>Kongress Teilnehmer</name>
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											<sound url="Iisabel_Gonzalez_Alvarino.mp3" >Teilnehmerin Isabel Gonzalez Alvarino, Repräsentantin Galizische Autonomie-Regierung, Spanien</sound>
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						</sub>
						<sub>
								<name>Kongressradio</name>
        				<info>Kontakt Kongressradio:
Radio LOTTE Weimar e.V. 
Ansprechpartner: M. Buss 
Tel.: ++49 - (0)3643 - 495786
Fax.: ++49 - (0)3643 - 400408
Funk: ++49 (0)179-5997846
email: management@radiolotte.de</info>
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											<sound url="sendung-01Sept_32.mp3">Live-Sendung 1.September mittags</sound>
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											<sound url="sendung_01-Sept_abend32.mp3" >Live-Sendung 1.September abends</sound>
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											<sound url="sendung_02Sept_mittags32.mp3" >Live-Sendung 1.September mittags</sound>
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											<sound url="sendung_02-Sept_abend32.mp3" >Live-Sendung 1.September abends</sound>
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			<name>Regionen</name>
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  						<name>Kärnten</name>
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              				<info>„Kärnten“
Interviewpartner: Elke Basler, Pressereferentin Kärntenwerbung 2,20 min

MOD:		
Kärnten ist das südlichste und sonnigste Bundesland von Österreich und grenzt an Italien und Slowenien. Der Name Kärnten stammt aus dem Keltischen und bedeutet frei übersetzt so viel wie „Land der Befreundeten“. Aufgrund seiner geographischen Lage hat es das österreichische Bundesland klimatisch gut getroffen. Der Sommer beginnt früh und endet spät, die Winter sind kurz aber sehr intensiv. Das zieht vor allem Sporttouristen an, denn das „Land der tausend“ Seen kann auf eine Vielzahl von Seen sowie Rad- und Wanderwegen zurückgreifen. Welche touristischen Angebote Kärnten zu bieten hat, erklärt Elke Basler, Pressereferentin der Kärntenwerbung.
Elke Basler: 
Einfach eine Vielfalt an Bewegungsräumen. Also bewegen zwischen Bergen und Seen ist eigentlich so das Motto von Kärnten. Wandern, Radeln, aber auch Mountainbike-Netze. In den Bergen wär das dann auch Golf und Nordic Walking, Nordic Fitness, Laufen, sämtliche Wassersportarten. Also Kärnten ist einfach prädestiniert für Ganzjahrestourismus und ein riesengroßes Outdoor-Fitnesscenter“. 
MOD:		
Neben den sportlichen Angeboten hat Kärnten auch einige kulturelle Schätze der Romanik zu bieten. In Friesach und Klagenfurt kann man Kapellen und Kirchen aus der Zeit der Hochromanik bewundern. Zu den Highlights zählt aber sicherlich der Dom in Gurk, dessen Krypta mit über 100 Säulen zu den Höhepunkten der romanischen Baukunst zählt. Zu den gewaltigsten Kirchenbauten Östereichs gehört das Stift St. Paul, das als Stammsitz der Kärtner Herzöge kulturelles Zentrum des Landes war. Ein Grund, warum sich Kärntern der TRANSROMANICA angeschlossen hat, ist sicher das reichhaltige romanische Erbe. Als Partner des Projektes arbeiten hier die Alpen Adria Universität in Klagenfurt, die Industrie und Handelskammer, der Bustourbetreiber Paradise Couch Tour, und das Industriestiftungsinstitut Biztec zusammen. Kultur- und Themenwanderwege gibt es bereits einige in Kärnten, zum Beispiel das sogenannte Stollenbiking, bei dem man mit dem Mountainbike durch einen alten Bergstollen bis nach Slowenien fahren kann. Durch die benachtbarten Länder liegt eine Kooperation fast auf der Hand. 
Elke Basler:
Wir kooperieren da gerade im sportlichen aber vor allem auch im kulinarischen und kulturellen Bereich. Also es ist einfach der Alpen Adria Raum, der sehr gefragt ist, und wo sich natürlich die diversen Kulturen ja irgendwo auch wiederspiegeln.</info>
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  										<sound url="interview_Prof_Dr_Johannes_Grab.mp3" >Interview: Prof.Dr.Johannes Grabmayer, Universität Klagenfurt</sound>
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  										<sound url="interview_paschinger.mp3">Interview: Hermann Paschinger, Kloesterreich </sound>
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  						<name>Modena</name>
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              				<info>MODENA	
MOD:
Modena ist eine norditalienische Universitätsstadt und liegt am südlichen Rand der Poebene. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Modena, dem italienischen Partner des Transromaica-Projektes. Stolz der Modeneser ist die Piazza Grande mit ihrem romanischen Dom San Geminiano, 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1099 errichtet, ist er das wichtigste Bauwerk der Stadt und gehört zu den fünf Bauwerken, die im Rahmen der TRANSROMANICA ausgewählt wurden. Die Schwerpunkte der Arbeit in Modena erklärt Stefania Severi, Ansprechpartnerin des Projektes bei der Provinz von Modena.
Stefania Severi:
The main action in charge of the province is the preparation of courses and educational tours for private and public operators particularily dedicated to tourist marketing applied to the cultural heritage. The two courses had a great success and we had about seventy participants in each courses and the engagement of the province is to make the local operator aware of our heritage and also the importance of TRANSROMANICA for the future.
Voiceover:
Die Haupttätigkeit der Provinz ist die Organisation von Kursen und von pädagogischen Touren für die privaten und öffentlichen Betreiber. Die Kurse widmen sich hauptsächlich touristischem Marketing, das auf kulturelles Erbe angewendet werden kann. Die zwei Kurse waren ein großer Erfolg. Wir hatten in jedem der Kurse siebzig Teilnehmer. Es ist die Intention der Provinz, dass den lokalen Betreibern die Bedeutung unseres Erbes bewußt wird und auch der Wert des Projektes „TRANSROMANICA“ für die Zukunft. 
MOD:
Weitere Schwerpunkte der Arbeit in Modena sind die Organisation einer Produktmesse mit Workshops und Trips für Reiseveranstalter und Interessenten aus der Tourismuswirtschaft im Oktober 2006 und die Entwicklung von regionalen Reiserouten für Palmtops, gestützt von GPS-Systemen. Die Touristen können sich dann die Palmtops entleihen und virtuelle Routen mit dem Fahrrad und dem Auto verfolgen, Stefania Severi hofft auf zahlreiche Besucher aus dem Ausland.
Stefania Severi:
I think our cultural heritage, I mean on the European level, is essential to create a wider understanding among the different regions and countries and it is definitely very important to find common roots and connections in art. They make European people aware, what we have in common.
Voiceover:
Ich denke unser kulturelles Erbe, wenn man es auf der europäischen Ebene betrachtet, ist essentiell, um eine größere Verständigung zwischen den einzelnen Regionen aufzubauen. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, gemeinsame Wurzeln und Verbindungen in der Kunst zu finden. Sie machen den Europäern bewußt, was sie gemeinsam haben.</info>
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						<sub>
  						<name>Sachsen-Anhalt</name>
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              				<info>„Kulinarischer Tip - Magdeburger Bötel“ 
MOD:	 
Magdeburg ist umgeben von der fruchtbaren „Magdeburger Börde“, einer etwa 930 Quadratkilometer großen Bördenlandschaft westlich von Magdeburg. Neben der Landwirtschaft spielte hier gerade die Viehzucht eine wichtige Rolle. Und so ist es kaum verwunderlich, dass der Magdeburger deftiges Essen in Form einer leckeren Schlachtplatte oder eben hin und wieder einen Bötel liebt. Überall in der Region kann man die typische rustikale Küche genießen. Bötel ist Dialekt und steht für Eisbein mit Sauerkraut und Erbsenbrei. Landestypisch wird es als „Bötel mit Lehm und Stroh“ serviert. Ein Magdeburger Restaurantgast beschreibt die Feinheiten.
O-Ton: 
„Erstens ist es nicht ganz so fett wie normales Eisbein, was man sonst in Gaststätten bekommt und zum zweiten sind es große Portionen. Da muss man schon richtig Hunger haben, dass man die schafft. Und da wundern sich viele, dass das so eine Riesenportion ist, die kaum auf den Teller draufpasst.“
MOD:	 
Was also dem Bayern die Surhax'n, ist dem Magdeburger sein Bötel. Als Getränk lässt sich dazu ein kühles Blondes empfehlen, damit die anständigen Portionen auch gut verdaut werden. Schauen Sie bei ihrem Besuch in der Landeshauptstadt doch einfach mal in eine der vielen Gaststätten hinein. Es lohnt sich - versprochen.</info>
  										<bild />
  										<sound url="Magdeburg_kulinarisch.mp3" >Radiobeitrag - Magdeburg kulinarisch</sound>
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              				<info>Reportage Magdeburg
MOD:
In der Bahnhofsbuchhandlung suche ich nach einem Reiseführer über Magdeburg. Der grimmige Verkäufer tippt mit schwarzlackierten Fingernägeln Magdeburg in den Computer. Erhältlich ist nur ein Führer der Leipzig, Halle, und Magdeburg gemeinsam abdeckt. Ich kaufe das Heft und steige am Bahnhof Zoo in den Regionalexpress. Vorbei am Reichtstag über die Spree fahre ich in die Landeshauptstadt, die dieses Jahr ihren 1200sten Geburtstag feiert. Der Reiseführer widmet Magdeburg zwei Seiten, auf denen ich erfahre, dass es hier die schönsten Menschen, aber die hässlichsten Häuser geben soll.
Einsp: Ankunft
MOD:
Das Wetter ist trüb, als ich ankomme. Auf dem Weg zur Touristeninformation passiere ich einen Schaufensterblock, Karstadt, H+M, Pimki, Media Markt, alles da. Vor der Touristeninformation sitzt ein grauhaariges Pärchen. Der Mann kämpft mit dem Faltsystem des Stadtplans, sie beobachtet die blinkenden Angebotsschilder, welche Stadt- und Domführungen anpreisen. 
Touristin: 
Also wir sind Touristen und wollen uns heute Magdeburg das erste Mal anschauen, vor allem das Zentrum. Wir wollen Eindrücke sammeln, ja. Und kommen tun wir aus dem Norden, aus der Hansestadt Wismar. Ja, Magdeburg ist eine schöne große Stadt von der wir gelesen haben und wollen das nun ein bißchen bestätigt fühlen. 
MOD:
In der Touristeninformation herrscht reges Treiben, zwei Lehrlinge entpacken Souveniers, ein älterer Herr preist am Telefon die Vorzüge seiner Stadt an. Christin Sittich, die Leiterin der Touristinformation, gibt Auskunft darüber, warum sich eine Reise in die grüne Domstadt an der Elbe lohnt:
Christin Sittich:
Also Magdeburg zu besuchen lohnt sich sicherlich immer. Wir haben natürlich mit dem Magdeburger Dom, dem Wahrzeichen von Magdeburg, dem gothischen Dom, auch das Kloster Unserer Lieben Frau, der Anfangs- und Endpunkt der Straße der Romanik, ist sicherlich sehenswert. Es ist auch sehr viel Neues gebaut worden, was auch sehenswert ist. Wir haben natürlich dieses Jahr anläßlich der 1200-Jahrfeier sehr viele Sonderveranstaltungen. Zum Beispiel am 3. Oktober ist das nächste Highlight, das ansteht, die Eröffnung des Hundertwasser-Hauses hier in Magdeburg. Ja, und dann gibt es natürlich gewisse Sonderausstellungen. Jetzt zur Zeit läuft die Ausstellung '1200 Jahre Magdeburg', die Geschichte der Stadt im kulturhistorischen Museum, die natürlich sehr sehenswert ist.
MOD:
Ich überlege kurz, ob ich als Mitbringsel einen Schlüsselanhänger mit dem Magdebob kaufe. Der Magdebob ist ein kleines blaues Männchen in Kugelform mit weißen Ärmchen. Er stellt die zwei Halbkugeln dar, die auf den Versuch von Otto von Guerike verweisen. Mit dem Magdeburger Halbkugelversuch wurde von Guerike berühmt, erklärt mir Christin Sittich.
Christin Sittich:
Otto von Guerike ist eigentlich ein Physiker gewesen und war Magdeburgs Bürgermeister nach dem Dreißigjährigen Krieg. Er hat Magdeburg wieder aufgebaut, war Stadtplaner und was ihn eigentlich berühmt gemacht hat, ist, dass er also zwei Kugeln zusammengeführt hat, hat dort die Luft entzogen, so dass Vakuum entstanden ist. Und dann ist natürlich klar, dass die ja sehr fest zusammenhalten und hat also je vier oder sechs Pferde an jede Seite gespannt, die also versuchen sollten, die Kugeln auseinanderzureißen, was sie nicht geschafft haben. Jedenfalls in der Regel nicht, dann hat er einfach diesen Pfropfen aus den Kugeln genommen, so dass also wieder Luft in die Kugeln konnte und der Luftdruck sich verändert hat, und die Kugeln fielen einfach auseinander, und damit ist er eigentlich berühmt geworden. Otto von Guerike ist, sag ich mal, unser Stadtvater.
MOD:
Auf der Suche nach einem anderen Stadtvater, dem König und späteren Kaiser Otto, mache ich mich auf den Weg zur Domführung, die um 14 Uhr beginnt.
Domführer: 
Sie müssen wissen, wann es hier losging, nämlich 937. 937 gründet der damalige König Otto, Sie wissen der spätere Kaiser Otto, dann hier ein Kloster, auf den heiligen Mauritius geweiht, und wenn Sie dann in Geschichte aufgepasst haben, wissen Sie, 955 da war die Schlacht auf dem Lechfeld, und Otto hat ja diese Schlacht auf dem Lechfeld auch gewonnen und als Dank beginnt er gewissermaßen hier in Magdeburg auch den romanischen Dombau, nämlich 955.
MOD:
Vom ottonischen Dom ist heute nicht mehr viel zu sehen. Der Monumentalbau fiel 1207 einem Stadtbrand zum Opfer. Erzbischof von Käfernburg beschloss einen neuen Dom zu errichten. Er war begeistert von der neuen Bauweise, die er in Frankreich kennengelernt hatte und gab den Auftrag, den ersten gotischen Kathedralbau auf deutschem Boden zu errichten. Der Dom gehört trotzdem mit zur Straße der Romanik, da viele Elemente aus dem alten ottonischen Dom, wie die berühmten Säulen aus Ravenna und das Taufbecken heute noch zu sehen sind. Ich mache die Führung gemeinsam mit einem Geschichtsverein aus Mühlheim an der Ruhr, der begeistert scheint, und frage im Anschluß nach dem Grund für die Reise nach Magdeburg:
O-Ton:
Die Stadt, die jetzt im alten Stil teilweise hergestellt ist, vor allem die Elbe. Dann der Dom, das ist ja für uns etwas Ausschlaggebendes. 
MOD:
Nach der Dombesichtigung trottet die Reisegruppe in Richtung Hundertwasser-Haus. “Die grüne Zitadelle“, deren rosa Türmchen und goldene Kugeln vom Domplatz aus zu sehen sind, ist das letzte Projekt, dass der Künstler vor seinem Tod geplant hat. Ich halte mich rechts und komme zum Kloster Unserer Lieben Frau, Aushängeschild und Perle der Straße der Romaik. Das Museum ist geschlossen. Enttäuscht und erschöpft gehe ich auf einen Betonklotz zu. Als ich meine Tasche darauf abstelle, merke ich, dass auf der rechteckigen Fläche eine Bronzeplatte angebracht ist. Darauf liegen Blätter, zwischen denen ich Torbögen und die Namen einiger Städte erkenne. Sie zeigt die Straße der Romanik mit all ihren Orten. Ich gehe weiter in Richtung Elbe. Die Grünstreifen am Fluß erinnern an die Bundesgartenschau, die vor fünf Jahren in der Stadt stattgefunden hat. Von der Friedensbrücke aus sehe ich den Jahrtausendturm. Einst Zentrum der Bundesgartenschau, werden in dem schneckenförmigen Gebäude, das mittlerweile zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist, heute Varietee und Theaterspektakel aufgeführt. Am Ende der Brücke steht eine Skulptur aus groben Elementen von Auke de Vries. Sie erinnert mich an die Arbeit der Künstlerin am Potsdamer Platz, und ist im Gegensatz zu dem orange, weißen Werk in der Hauptstadt, wie könnte es anders sein, grün.</info>
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  						<name>Slowenien</name>
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              				<info>Slowenien 
MOD:
Auf der Nordsteigung der Befestigung Orlica, ca. 5 Kilometer entfernt vom Marktplatz Podsreda, liegt eines der repräsentativsten Gebäude des romanischen Erbes in Slowenien, das Schloß Podsreda. Die noch immer unzureichend erforschte Vergangenheit des Schlosses, findet Ausdruck in der acht Jahrhundert alten Mauerarbeit. Trotz der zahlreichen strukturellen Änderungen und Anbauten über die Jahre ist der ursprüngliche Kern erhalten geblieben.
Nina Pecoler:
I mean that in Slovenia we have some imposing romanesque monuments that are declared also as national or as state monuments, and that they are also very important for our culture. But only to have that kind of national monuments without any protection and restauration, it is not enough and we know that, so in the past, I mean, that there were not enough activities than needed and TRANSROMANICA is one of our possibilities that we could speed up all these activities, so this is also the reason why our international tourism institute has participated in the project, and also we have invited the institute for the protection of cutural heritage of Slovenia, with which we cooperate togehter very well.
Voiceover:
Wir haben in Slowenien einige imposante romanische Objekte, die zu nationalen und staatlichen Denkmälern erklärt worden sind und für unsere Kultur sehr wichtig sind. Aber diese nationalen Denkmäler ohne jegliche Art von Schutz und Restauration bestehen zu lassen, ist nicht genug, das wissen wir. In der Vergangenheit haben die Aktivitäten nicht ausgereicht, sie zu schützen. Das Projekt „TRANSROMANICA“ ist eine Möglichkeit, unsere Tätigkeiten zu erhöhen und zu beschleunigen, und ist auch der Grund, warum wir als Internationales Tourismusinstitut am Projekt teilgenommen haben. Wir haben auch das Institut für den Schutz von kulturellem Erbe in Slowenien gebeten, teilzunehmen und arbeiten mittlerweile sehr gut zusammen.
MOD:
Nina Pecoler arbeitet bei dem Projektpartner der TRANSROMANICA in Slowenien, dem Internationalen Tourismus Institut in Ljubljana, als Projektmanagerin. In Slowenien stehen wie in den anderen Partnerregionen fünf romanische Bauwerke im Zentrum des Projekts. Das Hauptaugenmerk der TRANSROMANICA liegt in Slowenien zunächst auf der Erhaltung und Erschließung der Bauwerke. Darüberhinaus erhofft sich Nina Pecoler von dem Projekt eine Fortsetzung dessen, was mit der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt begonnen wurde, auf internationaler Ebene.
Nina Pecoler:
As I know this street of romanesque in Saxony-Anhalt, in one sight it is comparable, but I mean that project TRANSROMANICA is also, if i can say, that one kind of upgrade, of this, because not only including Saxony-Anhalt in Germany, but also other important European countries like Austria, Slovenia and Italy. And there is also foreseen in the project that we will extend also to Southeastern countries and also to Westeurope. So the aim of the project is also to indicate cultural difference or impact that is visible also through architecture and monuments. So in one kind we are very delighted to be partner in that kind of a project that makes it possible also to protect the heritage not only to present or to promote it.
Voiceover:
So wie ich die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt kenne, ist sie einseseits vergleichbar, aber andererseits ist das Projekt TRANSROMANICA auch eine Art der Steigerung, weil nicht nur ausschließlich Sachsen-Anhalt in Deutschland beteiligt ist, sondern auch andere wichtige europäische Länder wie Österreich, Slowenien und Italien. Außerdem ist es auch vorgesehen, das Projekt auszudehnen auf die südöstlichen Länder und auch auf den Westen von Europa. Ziel des Projektes ist es ja auch, den kulturellen Unterschied und Einschlag aufzuzeigen, und der wird sichtbar durch den Vergleich der Architektur und Denkmäler in den verschiedenen Ländern. Es ist großartig, Partner in dieser Art Projekt zu sein, das es möglich macht, das Erbe zu schützen und es nicht nur zu präsentieren und zu vermarkten. </info>
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  						<name>Thüringen</name>
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              				<info>THÜRINGEN
MOD:
Als das grüne Herz Deutschlands wird Thüringen bezeichnet und in der Tat: Seit der Einheit liegt es wieder in der Mitte Deutschlands - und mit dem Thüringer Wald und dem Thüringer Schiefergebirge, grün durch und durch. Aber nicht das Grün ist eine Reise wert, denn es gibt hier annährend 60 romanische Bauwerke, die für Touristen interessant sind. 
Dirk Sterzik:
In Thüringen romanische Hauptattraktionen zu benennen, beginnt mit der Klosterruine Paulinzella, vom bauhistorischen Wert der Hirsauer Schule, vom Bekanntheitsgrad ist natürlich die Wartburg mit dem romanischen Pallas zu benennen, leider eher unbekannt, aber hoch auf dem Berge in Erfurt liegend, auf der Zitadelle St. Peter und Paul, die ehemalige Klosterkirche, stark überbaut und verbaut. 
MOD:
Pfarrer Dirk Sterzik zeichnet für das Projekt 'Romanik in Thüringen' verantwortlich. Seinen Anfang nahm der Gedanke, die Romanik für den Tourismus zu nutzen, an einem ungewöhnlichen Ort. Die Jugendvollzugsanstalt Ichtershausen ist in einem mittelalterlichen Kloster eingerichtet. Durch handwerkliches Arbeiten in der eigenen Umgebung, die Gefangenen legten große Teile der verloren gegangenen Romanik an der Klosterkirche Ichtershausen frei, wuchs das Interesse am Mittelalter. Es entstand die Idee, das romanische Erbe wieder zu beleben. Mit der Feier des romanischen Jahres 2002 in Ichtershausen begann offiziell das Projekt 'Romanik in Thüringen'. Vor diesem Hintergrund hat Pfarrer Sterzig die Teilnahme Thüringens am Projekt TRANSROMANICA vorangetrieben, jetzt arbeiten beide Projekte gemeinsam. 
Dirk Sterzig:
Ja, das Gefangenenprojekt 'Romanik in Thüringen' wurde als Andock-Projekt in die TRANSROMANICA mitaufgenommen und ist also auch mit Fördergeldern bedacht und so war es uns möglich, dass wir eine erste Broschüre, bisher von 20 romanischen Bauwerken in Thüringen, schon erstellen konnten.
MOD:
Für Thüringen ist die TRANSROMANICA einserseits interessant, weil sie es ermöglicht, die vorhandenen Bauwerke ihrem Wert nach zu nutzen, aber auch weil man sich von der TRANSROMANICA ganz schlicht Touristen und Arbeitsplätze im Bundesland erwartet. Vorbild ist hier eindeutig die 'Straße der Romanik' in Sachsen-Anhalt. Wenn Thüringen nur ein Zehntel der dort gebuchten Übernachtungen erreicht, würde es den Tourismus in Thüringen ein ganzes Stück nach vorne bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es allerdings wichtiger Entscheidungen, die nur auf Länderebene getroffen werden können. Auf jeden Fall kann die Landeshaupstadt von Thüringen mit einem, in Europa, einzigartigen Highlight aufwarten - dem Wolframleuchter aus dem Erfurter Dom. Er wurde etwa 1154 gegossen und ist die älteste, freistehende Bronzefigur, die man im mittelalterlichen Europa kennt. Michael Neuderth, Pfarrer und Domführer auf dem Domberg zu Erfurt, schlüsselt die Geschichte des Leuchters auf.
Michael Neuderth:
Wolfram ist der Mann, der hier auf der Gürtelschlaufe seinen Namen hat eingravieren lassen. Eine Deutung heisst, es ist Wolfram aus Ichtershausen, der dort Priester war am Kloster in Ichtershausen. Er ist gearbeitet entweder in einer Magdeburger Gießhütte oder aber unter Einfluss einer Magdeburger Gießhütte.” </info>
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			<name>Kulturerbe in Europa</name>
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  							<name>Bedeutung von Kulturerbe</name>
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              				<info>Sprecher1:
„Was ich mit verschwindender Kultur meine, ist zum einen der Verlust des Politischen, zum anderen von Lebensformen und Lebenskulturen. Ich glaube, daß dieser Prozeß wahrgenommen wird, und daraus ein gewisses Bedürfnis entsteht, sich mit Kultur zu beschäftigen.
MOD:
Wie Rainer Stollmann, Studiendekan des Fachbereichs Kulturwissenschaften an der Universität Bremen, anspricht, steht der Begriff Kultur nicht selten im Zentrum von Debatten. In diesen Debatten geht es meistens um Identität und Selbstverständnis. Justus Ulricht beschäftigt sich als Leiter der Weimarer Sommerkurse mit den Begriffen Europa, Identität und kulturelles Erbe.
Justus Ulbricht:
Es macht es wichtig über Identität zu sprechen und jetzt meine ich kulturelle Identität, weil für alle Europäer zum Alltag gehört, sich selbst irgendwo geistig, intellektuell, kulturell zu verorten. Wir leben in einem Kontinent der Identitätskonflikte, alle Gesellschaften werden geprägt bis zerrissen von Konflikten verschiedener Milieus, Kulturen und auch kollektiver Identitäten, und das muß man annehmen, diese Herausforderung, zu überlegen, wie man diese Konflikte, die erstmal einfach da sind und existieren und manchmal auch eine sehr lange Vorgeschichte haben, zu überlegen wie man die friedlich löst.   
MOD:
Das kulturelle Erbe soll hierbei als Anlaß und als Mittler dienen. Gemeinsame kulturelle Wurzeln sollen sichtbar gemacht werden, gleichzeitig muss aber auch die kulturelle Vielfalt in Europa erhalten bleiben. Mit diesen Zielen soll europäische Kulturpolitik die nationale Kulturpolitik ergänzen. Dabei werden unter dem Begriff 'Kulturelles Erbe' nicht nur Baudenkmäler zusammengefasst, sondern auch bewegliches, unbewegliches und immaterielles, kulturgeschichtliches Erbe. Mehrere Projekte widmet die Europäische Union dem kulturellen Erbe und forciert die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten. Warum das Verständnis der Geschichte hilft, die Gegenwart zu gestalten, dazu Horst Wadehn Vorsitzender der UNESCO Welterbestätten Deutschland e.v.
Horst Wadehn:
Wir haben etwas über 800 Welterbestätten, davon ist etwa die Hälfte in Europa und das drückt meiner Meinung nach die Bedeutung der Geschichte Europas aus und die Zusammenhänge. Die Geschichte, die sich so stark verbandelt, gerade die mittelalterliche Geschichte bis hin zur Neuzeit und ob Sie jetzt die Schlösser nehmen, die Burgen nehmen, die Kirchen nehmen. Wer sich mit der Geschichte nicht auseinandersetzt, ich mein, das ist nicht von mir, der kann mit der Gegenwart und schon gar nicht mit der Zukunft umgehen und in sofern ist also dieser Kulturauftrag eine ganz, ganz wichtige Aufgabe, dass wir nach vorne gehen.</info>
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              				<info>Horst Wadehn, Vorsitzender des Unesco Welterbestätten e.V.
Sprecher1: 
Was ist die Aufgabe des Vereins?
Horst Wadehn: 
Die Aufgabe ist die Vermarktung bzw. Bekanntmachung der deutschen Welterbestätten, sowohl im nationalen wie auch dem interantionalen Bereich. Gleichwohl haben wir auch in unseren Nachbarländern Schweiz und Österreich wo wir ein starkes nachfrageinteresse spüren  so dass wir dort im besonderen auf Welterbestätten aufmerksam machen, durch Besuche bei Reiseveranstaltern, durch Auftritte auf  Messen und immer im Zuammenhang mit den Medien.
Sprecher1:
Worin besteht ihre Aufgabe?
Horst Wadehn:
Meine Aufgabe besteht darin die Interessen der Mitglieder zu Koodinieren und Organisieren in den Bereichen in denen wir tätig sind. 
Sprecher1:
Welche Vorraussetzungen muss man erfüllen?
Horst Wadehn:
Die Liste des Welterbes wird von Paris aus zentral gesteuert und es sind eine ganze Reihe von Dingen die erfüllt werden müssen. Das wichtigste ist, es muss eine universelle Bedeutung haben, es muss authentisch sein und es muss einzigartig sein. Das sind die drei Elemente die erfüllt werden müssen und diese sind wissenschaftlich zu begründen. Dann erfolgt das umfangreiche Antragsverfahren dass über die Landesregierung erfolgt 
Was passiert wenn ein Gebäude in die UNESCO aufgenommen wurde?
Zunächts gibt es eine Urkunde und ab sofort gilt man als Welterbestätte und dann passiert eigentlich gar nichts.
Sprecher1:
Wie wichtig ist Kulturerbe für uns heute?
Horst Wadehn:
Jede Stätte hat eine Geschichte und zwar eine Hochnterssante Geschichte, wenn sie jetzt die Schlößer nehmen, die Burgen nehemen oder die Kirchen nehmen. Wer sich mit der Geschichte nicht auseinandersetzt kann mit der Gegenwart und schon gar nicht  Zukunft  umgehen. Und somit ist dieser Kulturauftrag eine ganz wichtige Aufgabe dass wir nach vorne gehen. Das wir die kulturelle Geschichte unseres Volkes, ja unseres ganzen Enstehungsfeldes mehr in Bewusstsein bringen. 
Sprecher1:
Welche Bedeutung hat Kulturerbe für die Identität Europas?
Horst Wadehn:
Ich denke mal das hat ne ganz großartige Bedeutung. Wir haben etwas über 800 Welterbestätten, davon ist etwa die Hälfte in Europa und das drückt meiner Meinung nach die Bedeutung der Geschichte Europas aus und die Zusammenhänge. Die Geschichte die sich so stark verbandelt, gerade die mittelalterliche Geschichte bis hin zur Neuzeit und da hat gerade Europa eine hochrangige Bedeutung und wir stellen ja auch durch die Nachfragebereiche der übrigen Weltteile fest, dass gerade dieses Geschichtlichtsbewusstsein dass gerade in Europa sehr stark zum Ausdruck gebracht wird dass die vorrangiges Ziel der chinesen, der japaner der amerikaner  ist, denn einen derartigen Beweis der Geschichte haben die allesamt nicht, nur in wenigen ausnahmen.  
Die Hinterlassenschaften der Herrschaften früherer Jahrzehnte, der Gesellschaften früherer Jahrhunderte das ist in Europa im besonderen Maße ausgeprägt.
Sprecher1:
Kann kulturelles Erbe das Zusammenwachsen Europas fördern?
Horst Wadehn:
Davon bin ich fest überzeugt. Wir haben schon die ersten Schritte getan dass wir zusammenarbeiten wollen. Wir stellen fest dass ein hochgradiges Interesse besteht hier zusammenzuarbeiten, weil wir alle das gleiche Ziel haben, nämlich die Aufklärung und die Informationsweitergabe über die historischen Stätten die wir verwalten und bekanntmachen wollen und da stelle ich fest dass das immer weitere Kreise zieht. Und ich bin absolut davon überzeugt dass das die nächsten Jahrzehnte ein vorrangiges Ziel sein wird, dass wir hier noch intensiver zusammenwachsen.  </info>
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  							<name>Romanik</name>
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              				<info>„Romanik“
Interview mit Karl Bernhard Kruse, Werner Blei Beitrag: 2.45 min
O-Ton:	
Die Reinheit im Stil, dieses Klare und Durchdrungene, zeigt uns Nachkommen heute, was unsere Vorfahren da eigentlich geleistet haben. In ihrer relativen Schlichtheit haben sie ein Bauwerk hingesetzt, wo wir heute noch staunend davorstehen und sagen: Meine Güte, was haben sie geleistet.
MOD:		
Werner Blei, leitender Mitarbeiter des Domschatzes in Quedlinburg. Der Begriff Romanik beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche, die etwa im 10. Jahrhundert begann und im 12 Jahrhundert endete. Ihre Stilphasen sind die Frühromanik, die Hochromanik und die Spätromanik. Europa war ein einheitlicher Kulturraum, der stark durch das Christentum und die Idee des Kaisertums geprägt wurde. Auch wenn die einzelnen kleinen Grafen, Herzöge und die herrschenden Könige sehr auf ihre eigenen Ländereien bedacht waren, standen alle miteinander in Verbindung und es herrschte ein reger Reiseverkehr. Die Baumeister konnten ohne große Umschweife herumreisen und sehen, was in anderen Ländern gebaut wurde. Dieses Wissen brachten sie mit nach Hause und wendeten es an. Die Stilelemente der Romanik erklärt Werner Beil aus Quedlinburg.
O-Ton:		
Der Rundbogen gilt als das romanische Erkennungszeichen, weil er so augenscheinlich ist, aber es gibt auch noch andere Erkennungsmerkmale wie zum Beispiel den Rundbogenfries, der sich um eine Kirche außen herumzieht. Unter der Dachtraufe kann man ihn dann sehen. Und dann kann man auch sagen: Ha, hier haben wir es mit einer romanischen oder den Resten einer romanischen Kirche zu tun. Also nicht nur der Rundbogen in Fenster und Tor ist bezeichnend sondern auch solche Kleinigkeiten, die am Bauwerk zu finden sind.
MOD:		
Die vorhandenen ökonomischen und technische Voraussetzungen ermöglichten eine enorme Leistung der Baukunst. Zum Höhepunkt der Frühromanik zählt der Dom zu Speyer, der zugleich als Grablege der Kaiser diente. In der Hochromanik spielte dann der Bauschmuck eine große Rolle. Es enstanden freistehende, figürliche Bildwerke aus Holz und Bronze, wie der Wolframleuchter in Erfurt. Berühmt für ihren bauplastischen Schmuck ist die Quedlinburger Stiftskirche. Die Spätromanik zeichnet sich vor allem durch die Vielseitigkeit von Baukörpern und Innenräumen aus, die aufwendig verziert wurden. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Romanik dann von der Gotik abgelöst und die vorhanden Bauwerke einfach überbaut oder mit gotischen Stilelementen ergänzt. Rudolfus Glaber schreibt:
Sprecher1: 
Es war als ob die Welt sich erneuerte, das alte abwürfe und überall ein glänzendes Gewand von Kirchen anlegte.</info>
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              				<info>Werner Blei:
Mein Name ist Werner Blei, ich bin leitender Mitarbeiter des Domschatzes in Quedlinburg und maches das jetzt schon fast 40 Jahre, die Betreuung des Domschatzes und Doms, im Volksmund Stiftskirche.
Sprecher2:
Wann begann die Romanik?
Werner Blei:
Die Romanik begann im 10. Jahrhundert und endet im 12. Jahrhundert und kommt aus den romanischen Ländern, deshalb Romanik. Das heisst also Italien. Wenn sie Italien bereisen, dann werden sie feststellen, dass sie dort kaum gothische Dome finden, wie das bei uns der Fall ist, wo also dann der Wechsel von der Romanik zur Gothik geht. Da haben sie also hauptsächlich romanische oder barocke Kirchen. In Spanien ist das ähnlich. Das sind also die Einflüsse, die von dort zu uns gekommen sind und es ist eine interessante und spannende Zeit die Romanik. In der Romanik werden ja auch Reiche gegründet, da werden Kaiser zu Helden, wenn man jetzt mal rückblickend an Otto den Großen denkt. Das ist also die Blütezeit. Wenn man Romanik hört, dann denkt man gleich an Otto und die Ottonen. 
Sprecher2:
Was zeichnet diese Stilepoche aus?
Werner Blei:
Die Reinheit im Stil, dieses klare und durchdrungene zeigt uns Nachkommen heute was unsere Vorfahren da eigentlich geleistet haben. In ihrer relativen Schlichtheit haben sie ein Bauwerk hingesetzt, wo wir heute noch staunend davorstehen und sagen:“Meine Güte, was haben sie geleistet“. Die Romanik zeigt uns Linienführungen die nicht ins spielerische übergehen sondern sie zeigen immer wieder die Geradlinigkeit und die Schlichtheit. Der Rundbogen gilt als das romanische Erkennungszeichen weil es so augenscheinlich ist, aber es gibt auch noch andere Erkennungsmerkmale wie zum Beispiel der Rundbogenfries der sich um eine Kirche außen herumzieht, unter der Dachtraufe kann man ihn dann sehen. Und dann kann man auch sagen: „Aha, hier haben wir es mit einer romanischen oder den Resten einer romanischen Kirche zu tun.“  Also nicht nur der Rundbogen in Fenster und Tor ist bezeichnend sondern auch solche kleinigkeiten die am Bauwerk zu finden sind. 
Sprecher2:
Warum wird die Bauweise der Römer in der Romanik wieder aufgegriefen?
Werner Blei:
Man könnte es mit der Renaissance in Verbindung bringen, dass man damals schon gesagt hat, warum soll man einen Baustil der sich bewährt hat, wenn sie an die Viadukte denken die sich über die Täler ziehen. Die sind ja  romanisch gebaut, die halten noch heute. Also warum soll man diese Bauweise nicht übernehemen, verfeinern und verbessern. Das wird der Hintergrund gewesen sein zu sagen, wir nehemen wieder das römische und müssen uns dort bloß reinsteigern und es verfeinern:
Sprecher2:
Gab es Materialunterschiede?
Werner Blei:
Die Römer haben sehr viel mit Feldstein und ähnlichen harten Materialen gearbeitet während bei uns ja so gebaut worden ist was die Region hergab. Es wurden Romanische Kirchen in Feldstein gebaut oder wie der Quedlinburger Dom in Sandstein gebaut und es gibt romanische Kirchen wie Jericho zum Beispiel in Backstein. Das was die Region hergab hat man verwendet um möglichst wenig Kraftaufwand in das heranbringen der Materialien zu verbrauchen. 
Sprecher2:
Warum ist die Romanik so Länderübergreifend verbreitet?
Werner Blei:
Ich denke dass hängt auch damit zusammen dass sie in einer Zeit entsanden ist wo Reiche gegründet wurden, denken sie an das Heilige Römische Reich deutscher Nation unter Otto dem Großen und seinen Nachfolger. Da sit so ein Baustil verbindend und die Herrscher sind ja nicht nir in Aachen oder in Deutschland zu Hause sondern auch in Italien. Also bringen sie Baumeister mit und diese Baumeister haben es im Gepäck und nutzen es dann. Deshalb ist es Länderübergreifend.
Sprecher2:
Warum sind inbesondere in Sachsen-Anhalt und Thüringen so viele Schlößer zu finden?
Werner Blei:
Das hat was damit zu tun, dass sie hier ein Gebiet schützen mussten dass stark besiedelt war. Der Mitteldeutsche Raum zeigt ja gerade die Vielfalt von Burgen an der Saale.</info>
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              				<info>Straße der Romanik
Interview mit Babette Schwerdtner		Beitrag: 3.30min

MOD:
Ob Dorfkirchen, Klöster, Dome, Burgen, Häuser und Stadtanlagen, Sachsen-Anhalt ist reich an historischen Denkmälern aus der Zeit der Ottonen. Um einen Blick in diese Epoche werfen zu können wurde im Mai 1993 die touristische Kulturstraße 'Straße der Romanik' ins Leben gerufen. Die Themenstraße zieht sich in Form einer Acht durch das Bundesland und ist in eine Nord- und in eine Südroute aufgeteilt. Wer auf Entdeckungsreise in die Zeit der Kaiser und Helden gehen möchte, hat die Auswahl zwischen 60 Standorten und 72 historischen Baudenkmälern. Babette Schwerdtner, Leiterin der Marketing, PR- und Kommunikationsabteilung der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH erklärt den Routenverlauf. 
Babette Schwerdtner:
Das Zentrum ist natürlich Magdeburg mit dem Magdeburger Dom, aber wir haben natürlich die verschiedensten Ausprägungen. In der Altmark ist es dann eben mehr Backstein und Feldsteinbauweise. Wir haben natürlich so bekannte Objekte wie im Süden den Naumburger Dom, Halberstadt. Es gibt im Prinzip nicht nur Aushängeschilder, sondern man kann sagen, diese Bunte Mischung an verschiedenen Ausprägungen der romanischen Baukunst, die macht das Interessante dieser Straße aus.
MOD:
Die Kulturstraße ist ein Projekt der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes arbeitet. 2001 hat die GmbH ihre Arbeit aufgenommen und ist für das Außenmarketing im touristischen Bereich des Landes zuständig. Die Strategie besteht aus einem regelrechten Marketingmix, der die verschiedenen kulturellen Angebote aus Gartenträumen, Blaues Band, Straße der Romanik und UNESCO-Welterbestätten miteinander verbindet.	
Babette Schwerdtner: 
Das ist ja eigentlich die Grundaufgabe einer Touristischen Route. Das heisst, ich nehme mir ein Thema und vernetze das ganze im Rahmen einer Touristischen Route und kann sie so dem Gast anbieten. Und vor allen Dingen, was gibt es denn noch links und rechts von dieser Straße, das ist auch ganz wichtig. Touristische Straßen sind unglaublich gut dazu geeignet, Gebiete touristisch zu erschließen und zu vermarkten. 
MOD:
So Babette Schwerdtner. Das Projekt 'Straße der Romanik' genießt eine gewisse Vorbildfunktion. Leitsatz der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH ist schließlich die Informationen so wissenschaftlich wie nötig aber so populär wie möglich aufzuarbeiten. Workshops, spezielle Ausstellungen und Kulturveranstaltungen haben zum Erwachsen des Projektes einen großen Teil beigetragen. Hinzu kommt ein gut durchdachtes System der Bauwerksbeschilderung.  
Babette Schwerdtner: 
Die Bauwerksbeschilderung ist dreigliedrig, und zwar ist auf der ersten Tafel der Hinweis auf das Bauwerk und die geschichtliche Entwicklung des Bauwerkes, vor dem man sich befindet. Auf dem 2. Teil ist eine Karte des Landes, in der die Straße der Romanik eingezeichnet ist und besonders hervorgehoben ist, dann das Bauwerk vor dem ich gerade stehe. Und auf dem dritten Teil der Beschilderung finden Sie dann noch touristische Hinweise.
MOD:
Und so kann sich der Gast über Öffnungszeiten, touristische Informationen, gastronomische Betriebe und Beherbergungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe informieren. Bleibt letztendlich nur noch die Frage offen, ob sich, das Projektmodell auch auf andere europäische Länder übertragen lässt. Babette Schwerdtner gibt Auskunft. 
Babette Schwerdtner: 
Wir haben ja mit dem Projekt TRANSROMANICA dieses EU-Projekt laufen, wo wir uns beteiligen, wo ja jetzt eine Kongress stattfinden wird in Magdeburg. Das heisst, wir gucken auch immer, wie machen das andere Länder, wo kann man zum Beispiel durch 'best practice' Beispiele von anderen lernen, wo können wir auch Informationen weitergeben. Also ich glaube, dass die Vorgehensweise, wie sie für die Straße der Romanik erfolgt ist, dass die sehr dienlich ist für das Inslebenrufen solch einer Straße.</info> 
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  										<sound url="Strasse_der_Romanik.mp3" >Strasse der Romanik - Radiobeitrag</sound>
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              				<info>Landesmarketing Sachsen-Anhalt – Babette Schwerdtner
Babette Schwerdtner Leiterin Marketing, PR und Kommunikation
Sprecher2:
Was ist die LMSA GmbH?
Babette Schwerdtner:
Die LMSA hat im Jahr 200 ihre Arbeit aufgenommen und arbeitete im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes und sind zuständig für das Reiseland Sachsen-Anhalt nach außen hin zu kommunizieren. Das heisst wir machen Außenmarketing in allen klassischen Bereichen für SA im touristischen Bereich. Ergänzend haben wir seit dem Jahr 2003 noch einen zweiten Teil dazubekommen, dass ist der Bereich Standortmarketing, der sich mit dem Wirtschaftsstandort SA befasst.
Sprecher2:
Wie sieht dieses Marketing aus?
Babette Schwerdtner:
Wir machen Marketing auf den verschiedensten Bereichen also einen Marketing-Mix. Das heisst, wir erstellen Broschüren mit unseren Partnern zusammen und haben die Themen Kultur. Wir werden demnächst noch das Thema Natur mehr auf den Plan nehmen also Broschüren zu den verschiedenen Markensäulen, Gartenträume, Blaues Band und Straße der Romanik, UNESCO, Luther usw. Wir kommunizieren also in unseren Broschüren, welche Reisethemen gibt es in Sa und welche Angebote gibt es dazu und welche Veranstaltungen gibt es dazu. Dann haben wir einen Internetauftritt, wir haben Relaunch gemacht. Wir machen Messen, Präsentationen sowohl im Inland als auch in Kooperation mit der DZT im Ausland in Quellmärkten und so haben wir das ganze Spektrum.
Sprecher2:
Welche Projekte betreuen Sie denn gezielt?
Babette Schwerdtner:
Ihnen sind vielleicht die drei Markensäulen des Landes bekannt, dass ist zu einem die 'Straße der Romanik', die es seit 1993 gibt. Die zweite Markensäule, die wir 2004 auf den Markt gehoben haben, ist das Blaue Band, das ist der Wassertourismus, der Aktivtourismus, all das was man aktiv im Land erleben kann. Dann haben wir ab nächstem Jahr die Markensäule Gartenträume, also 40 historische Parks und Gärten in SA.
Sprecher2:
Was genau ist denn die Straße der Romanik?
Babette Schwerdtner:
Sie wissen sicherlich, dass SA einen großen Reichtum an Denkmälern aus der Zeit der Ottonen / Romanik hat und da hat man sich überlegt, im Jahr 1991 enstand die Idee, dass man eine touristische Kulturstraße ins Leben rufen möchte und so wurde der Ottonengedanke in SA aufegegriffen und das kulturelle, touristische und ökonomische Potential im Land recherchiert. Und so ist dementsprechend eine Routenverlauf erstellt worden und das sind dann insgesamt 72 Objekte in 60 Standorten und so gibt es eine Nordroute durch das Land und eine Südroute. 
Sprecher2:
Was sind die Aushängeschilder der Straße der Romanik?
Babette Schwerdtner:
Das Zentrum ist natürlich Magdeburg mit dem Magdeburger Dom aber wir haben natürlich die verschiedensten Ausprägungen, in der Altmark ist es dann eben mehr so Backstein und Feldbausteinweise. Wir haben natürlich so bekannte Objekte wie im Süden den Naumburger Dom, Halberstadt. Es gibt im Prinzip nicht nur Aushängeschilder sondern man kann sagen diese bunte Mischung an verschiedenen Ausprägungen der Romanische Baukunst, die macht die Vielfalt und das Interessante dieser Straße aus.
Sprecher2:
Hat die SDR eine Vorbildfunktion?
Babette Schwerdtner:
Also ich denke der Projektverlauf ist schon vorbildlich abgelaufen. Wenn man bedenkt das ganze mal so wissenschaftlich wie nötig aber so populär wie möglich aufzuarbeiten mit einer Basisrecherche. Dann eben die Routenorte, die beteiligt sein sollten, zu informieren, Workshops zu machen und das Projekt gemeinsam wachsen zu lassen. Dann Angebote und Produkte zu erstellen, dann die Beschilderung zu erstellen, damit der Gast diese Route nachvollzoiehen kann und seine Route planen kann. Dann die Beschilderungen an den Objekten mit Hinweisen immer wieder vernetzt zu weiteren touristischen Highlights. Das Marketing was vernetzt und crossmedial vorgenommen wurde, dieses Beleben des Projektes mit Veranstaltungen und speziellen Ausstellungen. Ich denke, dieses Erwachsen des Projektes, das war sehr durchdacht und gut geplant und hat guten Modellcharackter eben auch mit Ergänzung der Beschilderrung. Und immer der Gedanke wir vernetzen hier verschiedene Themen. 
Sprecher2:
Also wenn die Straße der Romanik an Gartenträumen oder UNESCO Standorten vorbeiführt, dann wird das natürlich immer mitkommuniziert. Schlußendlich, jetzt denke ich mal, nach den ersten 12 Jahren, dieses verstärkt weiterarbeiten an der Qualität des Ganzen. An der Qualität der Angebote, der Führungen usw. Da kann man, glaube ich, wirklich sagen, dass das Projekt Modellcharackter hat, ja denke ich schon.
Sprecher2:
Wie wird denn die Romanische Kultur den Besuchern vermittelt?
Babette Schwerdtner:
Die Bauwerksbeschilderung ist dreigliedrig, das heisst wir haben drei verschiedenen Tafeln, die dann aneinandergereiht dort stehen. Und zwar ist auf der ersten Tafel der Hinweis auf das Bauwerk und die geschichtliche Entwicklung des Bauwerkes, vor dem man sich befindet. Auf dem 2. Teil ist eine Karte des Landes in der die Straße der Romanik eingezeichnet ist, damit der Gast sieht, ach so, das ist ja eine Gesamtstrecke in Form einer 8 durch das Land und besonders hervorgehoben ist dann das Objekt vor dem ich gerad estehe. Auf dem dritten Teil finden sie dann noch touristische Hinweise, denn es ist ja ganz wichtig zu sehen, wie sind denn die Öffnungszeiten von dem Objekt, wo ist die nächste Touristeninformation, wo gibt es gastronomische Betriebe in der Nähe und was bietet sich in der Nähe noch Sehenswertes. Und so hat der Gast eienen ganz guten Überblick. 
Sprecher2:
Was ist Sinn und Zweck einer solchen Ferienstraße?
Babette Schwerdtner:
Diese Ferienstraßen sind ja nicht temporär angelegt, die sind auf Dauer angelegt. Auf Dauer angelegte Reiserouten, die sich einem speziellen Thema widmen und so ein Gebiet mit einer gewissen Streckenführung vermarkten lassen. Das ist ja eigentlich die Grundaufgabe einer TR, dass heisst ich nehme mir ein Thema und vernetze das Ganze im Rahmen einer TR und kann sie so dem Gast anbieten. So eröffne ich die Möglichkeit, Basistinformationen zu verschiedenen Themen anzubeiten. Um das Thema geht es, führt es da lang  und jetzt such du dir doch vor deinem Reiseantritt mal aus, welchen Teilabschnitt möchtest du bereisen und was gibt es noch links und rechts dieser Straße. TR sind unglaublich gut dazu geeignet Gebiete touristisch zu erschließen und zu vermarkten. 
Sprecher2:
Lässt sich das Konzept auf andere europäische Länder übertragen?
Babette Schwerdtner:
Ich denke auf jeden Fall. Ich glaube, dass die Vorgehensweise, wie sie für die Straße der Romanik erfolgt ist, dass die sehr dienlich ist für das Inslebenrufen solch einer Straße. Ich denke, man sollte wirklich von der Idee über das Konzept über das Einbinden der wichtigsten Partner von den verschiedensten Seiten sollte man das Übertragen, weil es hat sich einfach mal ausgezahlt und ich kann ich auch vorstellen, dass wir mit der Straße der Romanik auch nicht die einzigen sind, die so vorgegegangen sind. Ich denke, dass hat sich so entwickelt, dass man ein Feld erst mal genau untersucht, dann guckt, welche Konzeption man darauflegen könnte, und wie man dann in der stückweise Vermarktung vorgehen kann. Und ich glaube, dass das sicher in anderen Ländern genauso funktionieren kann. Das man Ansprechpartner hat sowohl erstmal für die Konzeption intern und, dass man dann für die Gäste einfach deutlich macht, da sitzen deine Partner. Wenn du weitere Fragen hast, dann wende dich an die und die Adresse. 
Sprecher2:
Sind auch Vernetzungen mit anderen Ländern geplant?
Babette Schwerdtner:
Wir haben ja momentan mit dem Projekt TRANSROMANICA dieses EU-Projekt laufen, wir schauen natürlich auch immer wie machen das andere Länder, wo kann man zum Beispiel durch 'best practise' Beispiele von anderen lernen, wo können wir auch Informationen weitergeben. </info>
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              				<info>Sprecher 1: Die Strasse der Romanik
MOD:		
Heute widme ich meinen Bericht mal wieder den Erfahrungen aus der alten Heimat. Das Bundesland Sachsen-Anhalt kann auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken und verfügt über eine große Anzahl an sehenswerten Relikten. Diesen Sommer steige ich in mein altes, aber noch funktionierendes Auto, mit dem ich schon einige interessante Ausflüge hinter mir habe und erkunde die Straße der Romanik. Diese Kulturstraße eignet sich bestens, um in die Zeit der Herrscher und Helden einzutauchen, ihre Feste und Schlößer zu bestaunen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie unsere Vorfahren damals wohl gelebt haben. Zentraler Knotenpunkt ist die Landeshauptstadt Magdeburg, von der aus zwei Wege auf meine Erkundungen warten. Über die Nordroute werde ich Salzwedel, Arendsee und Burg befahren, auf der Südroute warten Höhepunkte in Quedlinburg und Halberstadt auf mich. Magdeburg verspricht aufregend zu werden, denn allein hier gibt es vier historische Bauwerke, die Teil der Straße der Romanik sind. Das Erscheinungsbild des Klosters Unserer Lieben Frau ist geprägt durch die abwechselnd hellen und dunkelroten Sandsteine der Fassade. Das Langhaus wird umschlossen von einem Kreuzgang mit Arkaden. Während ich durch den Gang wandle und einen Blick durch die Arkaden auf den Innenhof werfe, bemerke ich das eindrucksvolle, zweigeschössige Brunnenhaus des Klosters. Vage erinnere ich mich an ein Kunstprojekt aus meiner Schulzeit, dass mich stundenlang Skizzen des Bauwerkes anfertigen ließ. 
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              				<info>Sprecher 1: Nordroute
MOD:
Auf der Nordroute führt mich die Straße der Romanik hinter Magdeburg nach Pretzien. Das beschauliche Dorf liegt in der Nähe der Stadt Schönebeck. Dort bin ich aufgewachsen und verbrachte Teile meiner Jugend. Die imposanten Bauten würdigte ich damals eher spärlicher Blicke, Sie müssen meine kindliche Unbeholfenheit entschuldigen. Die St.-Thomas-Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts vom Markgrafen Albrecht dem Bären in Auftrag gegeben. Sie ist eine der ersten ostelbischen, einschiffigen Saalraumkirchen, die mit einheimischen Quartzbruchsteinen erbaut wurde. Erst heute verstehe ich den kulturellen Wert der spätromanischen Wandmalereien, die den Innenraum von St. Thomas verzieren. Von Zeit zu Zeit besuche ich auch den jährlichen „Musiksommer“, der sogar internationale Künstler nach Pretzien lockt.</info>
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              				<info>Sprecher 1:Magdeburg Teil 2
MOD: 		
Ich mache mich auf den Weg zum Magdeburger Dom, der auch heute noch eine der größten Kirchenbauten Deutschlands ist. Wenn ich die 104 Meter hohen Türme betrachte, wird mir schwindelig, sogar das Gewölbe des Mittelschiffs ist 34 m hoch, wie ich der dreigliedrigen Beschilderung entnehmen kann. Im Jahre 968 gründete Otto I. das Erzbistum Magdeburg. Sein Grab befindet sich unter einer Mamorplatte im Chor des Domes. Der ursprünglich romanische Bau wurde mit wertvollen Reliquien und antiken Säulen aus Ravenna prachtvoll ausgestattet. Leider brannte der Dom 1207 bei einem gewaltigen Stadtbrand bis auf die Grundmauern nieder und musste erneut aufgebaut werden.</info>
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              				<info>Sprecher 1: Südroute
MOD:		
Mit der Südroute verbinde ich sehr starke Kindheitserinnerungen. Damals besuchte ich mit meinen Eltern häufig die Burg Falkenstein und fühlte mich wie im Märchenland. Um die Burg zu erreichen, steige ich den urigen Waldweg empor, ich bilde mir ein, dass es damals noch einfacher war. Etwas aus der Puste schlendere ich durch die zahlreichen Burgmauern bis ich schließlich das Innere der Burg erreiche. Ich steige auf den Burgturm, denn von hier aus hat man einen fantastischen Blick über die Weiten des Harzes. Wer nicht schwindelfrei ist, kann im Burgmuseum ein Exemplar des wichtigsten mittelalterlichen Rechtsbuches besichtigen, den Sachsenspiegel. Müde, aber bereichert, steige ich hinab zu meinem alten Auto und mache mich bei Sonnenuntergang auf den Weg nach Hause. Im nächsten Jahr möchte ich wiederkommen und weitere Etappen der Straße der Romanik besichtigen.</info>
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  							<name>Kulturwege und -strassen in Europa</name>
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              				<info>„Touristische Routen“
Interview mit Dirk Dunkelberg Beitrag:
Spr1: 
Lange Zeit wusste ich gar nicht, was für sehenswerte Kunstschätze ich direkt vor der Haustüre habe. Die Ausflüge ins Mittelalter sind für mich und meine Familie wie lebendiger Geschichtsunterricht.“
MOD:
So beschreibt ein begeisterter Tourist aus Sachsen-Anhalt seine Entdeckungsreisen auf der Straße der Romanik. Allein in Deutschland gibt es etwa 160 Ferienstraßen, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Bereits 1927 wurde mit der „Deutschen Alpenstraße“ die erste touristische Route gegründet. Mittlerweile kann man auf eine Vielzahl von länderübergreifenden Themenstraßen zurückgreifen, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Verliebte schlendern über die „Straße der Romantik“, den Gourmet zieht es entlang der „Deutschen Weinstraße“ und Kunst- und Kulturliebhaber können auf der „Straße der Romanik“ den großen Reichtum an ottonischen Denkmälern bewundern. Doch Kunst und Kultur sind nur eine von vielen Vorraussetzungen, um als Touristische Route anerkannt zu werden. Dirk Dunkelberg, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, erklärt das Prozedere. 
Dirk Dunkelberg: 
Ganz wichtig ist, dass eine touristische Route eine eigene Trägerschaft nachweisen kann, im Sinne einer Anlaufstelle, wo der Tourist Informationen erhält. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist eine durchgehende Beschilderung vom Anfang bis zum Ende der Route, damit der Gast auch eine entsprechende Orientierung erfährt. Der Gast sollte möglichst viele Informationen bereitgestellt bekommen.
MOD: 
Dazu gehören auch mehrsprachige Broschüren und andere Werbematerialien, die eine Vermarktung der touristischen Routen erst ermöglichen. Tourismusorganisationen wie der „Deutsche Tourismusverband“ oder die „Deutsche Zentrale für Tourismus in Deutschland e.V.“ werben sehr erfolgreich für die Nutzung der Themenstraßen und haben diese als festen Werbe- und Marketingteil in ihr Programm aufgenommen. Der Kulturtourismus spielt in Deutschland eine herausragende Rolle. Er findet zwar nach wie vor hauptsächlich in den Städten statt, aber die Ferienstraßen, die entlang ihrer Routen werbewirksam auf das kulturelle Angebot aufmerksam machen, haben gute Erfahrungen gemacht. Sie können davon ausgehen, dass die entsprechende Vermarktung zu einem Gästezuwachs geführt hat. Ob man schon eine Art Top-Ranking für die attraktivsten Routen herausgeben kann, weiss Dirk Dunkelberg zu berichten. 
Dirk Dunkelberg:  
Nein, das gibt es nicht, aber es gibt natürlich eine gewisse Nachfragegröße und wir wissen aus Berichten von Kollegen, die touristische Routen betreiben, dass die Deutsche Alleenstraße, die nachgefragteste ist, es ist ja auch die längste. Aber auch alte historische Straßen, wie die Deutsche Märchenstraße oder die Romantische Straße und eben auch die im letzten Jahrzehnt gewachsenen touristischen Routen in den neuen Bundesländern, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und wären innerhalb eines Rankings oben mit einzuordnen.</info>
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			<name>Personen der TRANSROMANICA</name>
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  						<name>Personen</name>
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